FRIDAY, MAY 18, 2012

Sebastian Vettel gewinnt auch den Grand Prix von Monaco

Nach einem harten Grand Prix Rennen im Fürstentum Monaca mit einigen Unfällten hatte Sebastian Vettel mit seiner Strategie unglaubliches Glück und gewann das Stadtrennen in Monaco zum ersten Mal. Durch den letzten Unfall und dem Neustart, bei dem er neue Reifen bekam, konnte er das Rennen vor Fernando Alonso und Jenson Button gewinnen.

Ein schwerer Unfall von Vitaly Petrov sieben Runden vor Schluss sorgte fast noch für einen Rennabbruch. Wäre das geschehen hätte Sebastian Vettel ebenfalls gewonnen, da er in Führung lag.Der Russe wurde von seinem eigenen Rad am Kopf getroffen, hatte aber Glück im Unglück. Das Rennen wurde nach einer Unterbrechung nach gut zehn Minuten wieder fortgesetzt.

Vettel genoss den Sieg in vollen Zügen. “Es ist einfach unglaublich”, sagte der Weltmeister auf der Pressekonferenz nach dem Rennen. In der Fahrerwertung liegt Vettel mit nun 143 Punkten satte 58 Punkte vor Lewis Hamilton. Red Bull Racing führt die Teamwertung (222 Punkte) ähnlich dominant an, der Vorsprung auf McLaren-Mercedes beträgt sogar 61 Zähler.

Das Rennen in Monaco war gespickt von Dutzenden spannenden Szenen und einigen Unfällen – der Start gehörte allerdings nicht dazu. Vettel setzte sich von der Pole Position aus sofort problemlos vom Feld ab. Einzig Michael Schumacher hatte erhebliche Probleme beim Start, kam nicht gut vom Fleck. Beim Duell mit Lewis Hamilton kam es zu einer leichten Berührung. Insgesamt kostete Schumacher dies drei Plätze. Während dem Rennen schied Schumacher mit einem Defekt aus.

An der Spitze fuhr Vettel einmal mehr ein recht einsames Rennen. Dass der Weltmeister diesen Grand Prix nicht gewinnen würde, war so gut wie ausgeschlossen. Und doch entwickelte sich ein wahrer Krimi, denn das Team von Vettel leistete sich gleich mehrere schwerwiegende Fehler. Los ging es in Runde 17, als Vettel und Webber nacheinander zum Reifenwechsel gerufen wurden – und die Schlagschrauber-Crew beide Stopps verbockte.

Der 1. Einsatz des Safety Cars in dieser Saison brachte dann die Strategie des Red Bull Teams gänzlich durcheinander. Anstatt Vettel wie üblich zu einem zusätzlichen Stopp an die Box zu holen, ließ man den Heppenheimer weiter auf der Strecke. Die Konkurrenten, allen voran Fernando Alonso und Jenson Button, holten sich aber die nötigen frischen Gummis. Und nach einem Restart machten sie gehörig Druck auf Vettel.

Auslöser für die Safety-Car-Phase war der Brite Hamilton. Hamilton wollte im Duell mit Massa eine Entscheidung zu seinen Gunsten erzwingen und kollidierte mit dem Brasilianer in der legendären Loews-Kurve. Im Anschluss daran verlor Felippe Massa im Tunnel die Kontrolle über sein Fahrzeug, krachte in die Leitplanke und blieb mitten auf der Strecke liegen. Für die Kollision verhängten die Rennkommissare eine Durchfahrtstrafe gegen Hamilton.

Ab der 60. Runde fuhr Vettel nur noch im Verteidigungs-Modus, Alonso klebte ihm förmlich am Heck, Sein Team setzte alles auf eine Karte: Durchfahren, egal was passiert. Über 200 Kilometer fuhr der Deutsche auf einem Satz harter Reifen. Hinter Vettel und Alonso lauerte Jenson Button auf einen Fehler der beiden, um vielleicht doch mehr als Platz drei herauszuholen.

Die drei liefen auf eine große Gruppe rund um Rosberg und Hamilton auf – und plötzlich wurde es wieder hektisch. Mitten in dem Gewusel aus Positionskämpfen und Überrundungen kam es zur Kollision zwischen Petrov und Alguersuari. Das Rennen musste unterbrochen werden, denn Petrov wurde nach dem Einschlag in die Leitplanke von seinem eigenen Vorderrad am Kopf getroffen. Der Krankenwagen kam auf die Strecke und transportierte den Russen ab. Noch während der Unterbrechung gab es Entwarnung: Petrov gehe es soweit gut, er habe nur Schmerzen im Bein.

Die Rennleitung gab bekannt, dass der Grand Prix nach einer kurzen Pause wieder gestartet werden sollte. Die Fahrer reihten sich auf der Start- und Zielgeraden auf, die Mechaniker kamen auf die Strecke und durften dem Reglement entsprechend an den Boliden arbeiten. So wurden frische Reifen aufgezogen – auch bei Sebastian Vettel – , Hamilton bekam einen neuen Heckflügel.

Nach dem Restart gab es dann noch einen weiteren Unfall. Hamilton drückte Pastor Maldonado in die Leitplanke, der im Williams einen tollen sechsten Platz hätte einfahren können. Vettel fuhr jedoch unbeirrt den Sieg ein. Alonso und Button kamen auf den Plätzen zwei und drei ins Ziel. Im Schatten der Duelle an der Spitze fast unbemerkt hatte sich Kamui Kobayashi sensationell bis auf Platz fünf vorgearbeitet. Adrian Sutil und Nick Heidfeld kamen auf den Plätzen sieben und acht ins Ziel, Rosberg verpasste auf Rang elf die Punkteränge.
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